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Aktuelle Projekte: Projekt Alkohölle mit der Peter - Weiß - Gesamtschule Unna.


Hinweis: Liebe LehrerInnen anderer Schulen, wenn Sie an einem solchen Projekt interessiert sind, wenden Sie sich bitte jederzeit an die unten genannten Kontaktpersonen!

Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel: er löst Beziehungen, Freundschaften, Ausbildungsplätze, Führerschein – ABER keine Probleme!
Das werden sicher auch die rund 400 Schüler der Jahrgänge 7 und 8 der Peter-Weiss-Gesamtschule erkennen, nachdem sie das Theaterstück „Alkohölle“ am 19. Oktober in der Aula angesehen haben. Gerhard Klöpper von der Suchthilfe Kreis Unna und Beate Frommeyer vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Unna haben, in Kooperation mit der Jahrgangsstufenleiterin der Gesamtschule, die Gruppe „Theaterspiel“ aus Witten engagiert. Lena ist die Hauptdarstellerin in dem Stück „Alkohölle“. Die Jugendliche macht in der Werbeagentur ihrer Tante ein Praktikum und testet bei dem Entwurf eines neuen Produktes die Droge Alkohol ausgiebig. Dass der Tod von Lenas Vater auch etwas mit Alkoholkonsum zu tun hat, klärt sich erst im Laufe des Stückes. Die Figur von Lenas Vater wird von einem trockenen Alkoholiker verkörpert, der als Laiendarsteller die Rolle sehr lebensnah spielt.
Im Anschluss an die Aufführung erhalten die Schüler die Möglichkeit, mit den Darstellern ins Gespräch zu kommen. Erfahrungsgemäß sind die Jugendlichen immer sehr beeindruckt von den bereitwilligen Schilderungen der Suchtkarriere dieses Schauspielers. Insgesamt also eine eindringliche und lebendige Theaterproduktion über Suchtmechanismen, Träume und Familiengeheimnisse.  Seit der Premiere 2005 fanden bereits mehr als 900 Auftritte statt.
Um das Projekt zu vervollständigen und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol einzuleiten, werden außer den Schülern auch die Eltern und Lehrpersonen beteiligt.
Daher wird im Vorfeld ein Infonachmittag für alle Klassenlehrerteams der beiden beteiligten Stufen stattfinden. Frau Frommeyer vom Kinder- und Jugendbüro  und Herr Klöpper von der Suchthilfe im Kreis Unna geben theoretische Grundlagen zum Suchtmittelmissbrauch weiter, stellen den Inhalt des Theaterstückes vor und geben Anregungen zur Thematisierung von Suchtgefahren für den Unterricht.
Weiterhin ist die Gruppe der Eltern der Schüler im September zu einem speziellen Elternabend eingeladen. Sie werden von den beiden Präventionsfachleuten für das Thema Suchtvorbeugung sensibilisiert und über ihre wichtige Vorbildfunktion informiert.
Denn Alkoholkonsum ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und jeder kommt irgendwann einmal damit in Berührung. Das Ziel von gelungener Prävention ist das Herauszögern des Erstkonsums und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol und anderen Süchten.

Ansprechpartner:
Gerhard Klöpper, Leiter der Geschäftsstelle der Suchthilfe im Kreis Unna mbH, Bahnhofstraße 3 in Unna; Telefon: 02303/2602
Beate Frommeyer, Kinder- und Jugendbüro der Stadt Unna, Bereich erzieherischer Jugendschutz, Bahnhofstraße 45 h in Unna; Telefon: 02303/103599

Plakat des Projektes Alkohölle
Gruppe „Theaterspiel“, Beate Albrecht, Witten, www.theater-spiel.de


Unser Projekt "KommalKlar – Jugendschutz läuft!" wurde in die Datenbank des Familienministeriums der Bundesrepublik Deutschland für vorbildlichen Jugendschutz aufgenommen. Wir sind nun Teil der Kampagne "Jugendschutz aktiv" des nationalen Aktionsplanes Jugendschutz. Näheres dazu mit vielen weiteren interessanten Informationen findet ihr hier: Logo der Kampagne Jugendschutz aktiv

Erzieherischer Kinder und Jugendschutz;
was ist denn das?

Heute gilt der erzieherische, präventive Kinder- und Jugendschutz als zentrales Aufgabenfeld des Jugendschutzes.
Zu seinen Zielgruppen zählen u.a. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch Eltern und sog. MultiplikatorInnen (z.B. LehrerInnen, ErzieherInnen, AusbilderInnen). Die breite Öffentlichkeit soll ebenfalls generell für Aspekte des Kinder- und Jugendschutzes sensibilisiert werden (allgemeine Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit).

Themenschwerpunkte des Kinder- und Jugendschutzes sind u.a.:

  1. Sucht / Suchtprävention (Tabak, Alkohol, Medikamente, illegale Drogen, Ecstasy, Spice, Essstörungen)
  2. Medien / Jugendmedienschutz / Medienpädagogik
  3. Neue religiöse Bewegungen und Psychokulte
  4. Gewalt und Aggression / Jugenddelinquenz
  5. Sexueller Missbrauch / Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung
  6. Gesundheitserziehung
  7. Sexualpädagogik u.v.m.
Der erzieherische Jugendschutz wird vom Kinder- und Jugendbüro wahrgenommen.

Gesetzlicher Jugendschutz


Dieses heute eher als kontrollierend-eingreifender Kinder- und Jugendschutz bezeichnete Handlungsfeld umfasst den "klassischen" Jugendschutz, der in verschiedenen Gesetzen geregelt ist. Er richtet sich primär an Erwachsene, Gewerbetreibende und an Institutionen.

In der Bundesrepublik Deutschland gelten folgende Gesetze und Verordnungen:
  1. Jugendschutzgesetz (JuSchG), 3. AG KJHG
  2. Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag - JMStV)
  3. Gesetz zum Schutz der arbeitenden Jugend (Jugendarbeitsschutzgesetz) - JArbSchG
  4. Verordnung über den Kinderarbeitsschutz (Kinderarbeitsschutzverordnung) - KindArbSchV
Ergänzend dazu finden sich spezielle Jugendschutzbestimmungen im Strafgesetzbuch (StGB), im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), im Jugendgerichtsgesetz (JGG), im Gaststättengesetz, der Gewerbeordnung, in den Rundfunkgesetzen der Länder und im Staatsvertrag der Länder über den Rundfunk im vereinten Deutschland (RfStV).

Der gesetzliche Jugendschutz wird vom Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung wahrgenommen.

„Alkoholmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt. Dem unkontrollierten Genuss alkoholischer Getränke durch unsere Kinder und Jugendlichen zu begegnen, ist nicht nur eine Aufgabe staatlicher Organe, dies geht uns alle an. Lassen Sie uns durch eine gemeinsame „Politik des Hinsehens“ und entsprechende Maßnahmen Kinder und Jugendliche vor den Folgen des Alkoholmissbrauches schützen.“



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